Grimoires und Magie
„Taubenblut auf Schelmenhaut“ – das Buch der Geheimnisse
Eine Handschrift von 1843: Gustavs Beschwörung, die Planetengeister und das Jahr 1900.
Etwa 5 Minuten Lesezeit · Dazu 33 kommentierte Manuskriptseiten
In diesem Beitrag
„Mich interessiert nur das Geld“, erklärt Gustav im Kellerantiquariat. Der Buchhändler empfiehlt ihm Astaroth: Der drachenreitende Herzog kenne die Verstecke aller Schätze. Für Gustav ist das eine Auskunft, mit der sich etwas anfangen läßt. Bald wird er selbst die Worte sprechen, die ihm den Weg zu Gold, Silber und Edelsteinen weisen sollen.
Diese Worte lassen sich in einer wirklichen Handschrift nachlesen. Das Buch der Geheimnisse ist ein handschriftlicher Sammelband von 1843 aus meinem Besitz. Er liefert Formulierungen und Vorstellungen, die in Teufelshauch wiederkehren: die Schatzbeschwörung, die sieben Planetengeister und eine Zeitrechnung, die ausgerechnet beim Jahr 1900 eine Grenze zieht. Hier sind 33 Seiten des Bandes mit Erläuterungen zugänglich.
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Für exakt zehn Mark
Jehuda Löw verkauft Gustav eine ramponierte Mappe. Auf ihr sitzt ein aus Walfischknochen geschnitztes Lamm; in ihr liegen verschiedene Schriften. Zuerst entziffert Gustav den Titel Visum Repertum, dann hebt er einen weiteren Pergamentband heraus. „Der Schlüssel Salomons und Arbatel de magia veterum“, erläutert der Rabbi, „geschrieben mit Taubenblut auf Schelmenhaut.“
Die zehn Mark stammen aus der Haushaltskasse und waren für den versprochenen Rummelbesuch bestimmt. Hildas Zorn gilt dem Vater, der dieses Versprechen für die Schriften preisgibt. Während er bereits liest, fordert sie das Geld zurück – und verschafft es sich schließlich selbst wieder. Gustavs Höflichkeit beim Feilschen hat ihre Kehrseite: „Ich schätze die Papiere um ihrer selbst willen“, behauptet er. Sein zuvor ausgesprochenes Interesse klingt erheblich unverblümter.
Von der Wünschelrute zu Astaroth
Auf Scanseite 27 steht eine „kürzere Beschwörung“ für die Wünschelrute. Sie soll den Suchenden zum verborgenen Schatz führen. Unter Berufung auf die Heilige Dreifaltigkeit verlangt die Formel:
„… zu allen deinen Schätzen ob und unter der Erden, es sei Gold oder Silber, Perlen und Edelgesteine …“
Die Schreibweise ist hier behutsam angeglichen. Im Kapitel „Geisterbeschwörung“ kehrt derselbe Wortlaut wieder, nun als Gustavs Anrufung:
„… im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit, daß du mich führest zu allen deinen Schätzen auf und unter der Erden. Es sei Gold oder Silber, Perlen und Edelgestein. Trüg und lüg nicht, sondern zeige mir den rechten Ort, das beschwör ich kräftiglich, Amen!“
In der Handschrift richtet sich der Befehl an die „Ruthe“. Im Roman gilt er Astaroth. An die Stelle des Platzhalters für den Namen des Beschwörers tritt „Ich, Gustav Zille“. Aus einer überlieferten Anweisung zur Schatzsuche wird die Rede einer Figur, deren Wunsch nach Geld wir bereits kennen. Selbst die Aufforderung, nicht zu täuschen, wird übernommen: Gustav will den Geist zu einer verläßlichen Auskunft zwingen.
Darunter erklärt die Handschrift ganz praktisch den „Anfang zum Suchen“: in welche Himmelsrichtung man gehen und wie man den Ausschlag der Rute deuten solle. Der Roman löst die Formel aus diesem Gebrauchszusammenhang und versetzt sie in eine Geisterbeschwörung. Ihre christliche Bekräftigung bleibt erhalten. Mit dem Namen der Dreifaltigkeit und einem abschließenden Amen fordert Gustav einen Dämon zum Dienst auf.
Warum das Jahr 1900 im Buch steht
Auf Seite 3 werden sieben olympische Geister aufgezählt: Arathron, Bethor, Phaleg, Och, Hagith, Ophiel und Phul. Ihnen sind Herrschaftsgebiete und Amtszeiten zugeteilt. Jeder regiert 490 Jahre. Die Rechnung führt von Bethor über Phaleg und Och zu Hagith, dessen Regierung 1410 beginnt. Oben auf Seite 4 steht ihr Endpunkt: 1900.
Teufelshauch beginnt am 25. März 1900. Die im Arbatel überlieferte Zeitrechnung gehört damit unmittelbar zur Wahl des Handlungsjahres. Jehuda erklärt die Planetengeister im Roman zu Verwaltern der Schöpfung und deutet ihren Amtswechsel als gefährlichen Augenblick: „Bei einem Herrschaftswechsel entsteht ein Interregnum.“ Eine Lücke in der Herrschaft, die das Böse nutzen kann.
Für Gustav verspricht die Geisterwelt zunächst persönlichen Gewinn. In Jehudas Auslegung geht es um die Regierung der Welt. Beide Vorstellungen begegnen sich in derselben Büchersammlung: Man kann dort nach Schätzen suchen – oder nach dem Zeitpunkt, an dem eine bestehende Ordnung ins Wanken gerät. Die einzelnen Geister, ihre Zeichen und Fähigkeiten lassen sich auf den Seiten 4 bis 7 verfolgen.
Ein Foliant, viele Autoritäten
Später wird der entscheidende Foliant aus Gustavs Mappe genauer beschrieben: Er vereint die Kunst Agrippas von Nettesheim, die Beschwörungen des Honorius, die Clavicula Salomonis und den Arbatel de magia veterum. Verschiedene Namen und Texttraditionen stehen Seite um Seite beisammen. Der Käufer erhält eine Sammlung, in der sich die Autorität eines Gelehrten, eines Papstes und des biblischen Königs Salomon begegnet.
Auch die Handschrift aus meinem Besitz führt unterschiedliche Überlieferungen zusammen. Auf der ersten Scanseite beginnt die Clavicula Salomonis et Theosophia pneumatica; der folgende Teil enthält die Planetengeisterlehre des Arbatel. Eine Druckausgabe dieses Überlieferungszweigs erschien 1686 bei Andreas Luppius. Später beruft sich die Sammlung ausdrücklich auf „D. Faustens Buche“. [3]
Der vollständige Band umfaßt 96 unnumerierte Blätter. Er besitzt einen marmorierten Pappeinband, ein handschriftliches Titelschild und einen Besitzervermerk; auf den letzten Seiten sind mehrere Schreiberhände zu erkennen. [2] Im Auszug folgen auf die ausführliche Geisterlehre immer kürzere Gebrauchstexte: Heilsegen, Diebesbann, Liebeszwang und Schatzsuche. Ein Brusttee steht am Ende neben einem Gichtsegen. Zusammengesammelt wurde, was Hilfe, Wissen oder Einfluß versprach.
„Turtel Tauben oder Raben Blut“
Auch das Taubenblut hat in der Sammlung seinen Platz. Eintrag 168 auf Seite 24 nennt „Turtel Tauben oder Raben Blut“ als Schreibstoff. Gold, Blei und Jungfernpergament erscheinen als Träger des Zeichens; auf der folgenden Seite geht es um Vorbereitung und Zeitpunkt seiner Herstellung. Das große Zeichen enthält Christus und Jesus, Kreuze, Gottesnamen und „Gloria in Excelsis Deo“.
Die Wirksamkeit soll am ganzen Gegenstand hängen: an den Wörtern, ihrer Anordnung, dem Stoff und der Herstellung. Jehudas Beschreibung des Pergamentbandes greift diese Vorstellung auf. „Taubenblut auf Schelmenhaut“ verspricht Gustav bereits beim Kauf ein Buch, bei dem selbst das Material zum Geheimnis gehört.
Beten, abschreiben, ausprobieren
Vor der Geisteranrufung verlangt die Handschrift Reue, Enthaltsamkeit und Gebet. Auf Seite 9 bittet der Beter Gott, ihm einen Geist zu senden, und zugleich um Schutz vor Verführung. In anderen Einträgen sollen Menschen gebunden, herbeigezwungen und wieder freigegeben werden. Gustavs Verbindung von Dreifaltigkeit, Beschwörungsbefehl und Amen hat in diesem Nebeneinander von Frömmigkeit und Zwang ihren historischen Ort.
Beim Abschreiben mußten auch unbekannte Wörter und Zeichen übertragen werden. Die doppelte Nummer 52 auf Seite 18 und die abweichenden Fassungen des Sator-Quadrats auf den Seiten 22 und 32 lassen solche Übertragungsspuren erkennen. Man kann sich Studenten vorstellen, die derartige Texte in einer Bibliothek kopieren und um Mitternacht ausprobieren. Namen und Absichten der Schreiber sind uns nicht überliefert; ihre Arbeit liegt vor uns. Und bei der Formel auf Seite 27 läßt sich verfolgen, wie aus einem abgeschriebenen Satz Gustavs eigene Stimme wird.
Das Buch durchblättern
Alle 33 Manuskriptaufnahmen des bereitgestellten Auszugs, vom Beginn der Schrift bis zu den letzten Rezepten. Die Auswahl enthält Sprünge in der ursprünglichen Eintragszählung. Zu jeder Seite steht eine Erläuterung; ein Klick auf den Scan öffnet ihn in voller Größe.
Seite 1 · Planeten, Engel und Salomons Name

Über dem Beginn der Schrift steht eine Tabelle unter der Überschrift „Septem Planeta“. Namen wie Michael, Raphael und Gabriel werden mit Himmelszeichen verbunden; daneben stehen weitere Namen und Tierkreiszeichen. Darunter beginnt die Clavicula Salomonis et Theosophia pneumatica. Sie verspricht Erkenntnis Gottes sowie seiner sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfe. Schon diese Anordnung verknüpft zwei Arten von Wissen: eine Übersicht zum Nachschlagen und einen Text, der seine Berechtigung aus der göttlichen Schöpfung ableitet. Die sorgfältigen Überschriften und die nachgezeichneten Zeichen zeigen, wie wichtig beim Abschreiben auch die Gestalt der Vorlage war.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 2 · Sieben Geheimnisse und eine Warnung

Die Aufzählung verheißt Lebensverlängerung, Umgang mit Geistern, Erkenntnis Gottes und eine Ordnung des menschlichen Lebens. Hier steht das Streben nach übernatürlichen Fähigkeiten neben religiöser Selbsterkenntnis. Die anschließenden „Nota“-Abschnitte schärfen dem Leser ein, sich vor falschen Magiern und falscher Belehrung zu hüten. Das ist eine innere Absicherung der Schrift: Sie beansprucht, den richtigen Zugang zu zeigen, und erklärt andere Wege für gefährlich. Am Seitenende beginnt die Lehre von den Verwaltern des Himmels, die auf dem nächsten Blatt Namen und Zahlen erhält.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 3 · Sieben Regenten und 490 Jahre

Arathron, Bethor, Phaleg, Och, Hagith, Ophiel und Phul werden als die sieben olympischen Geister genannt. Ihre Herrschaftsgebiete verteilen sich in Siebenerschritten: 49, 42, 35, 28, 21, 14 und 7, zusammen 196. Dazu tritt eine Zeitrechnung mit Regierungsperioden von jeweils 490 Jahren. Die unsichtbare Welt erhält Gebiete, Rangfolgen und Amtszeiten. Diese Passage gehört zum Überlieferungszusammenhang des Arbatel.
Im Kapitel „Die Planetengeister“ greift Jehuda diese Namen und Amtszeiten auf. Er erklärt die Geister zu Verwaltern der Schöpfung und den Wechsel ihrer Regierung zu einem gefährlichen Interregnum. Die Rechnung am unteren Seitenrand führt bis zu Hagiths Regierungsantritt 1410; ihr Endpunkt steht in der ersten Zeile der nächsten Scanseite: 1900.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 4 · Das Jahr 1900 und der Romanbeginn

Die erste Zeile schließt die Zeitrechnung ab: Hagiths Herrschaft reicht bis 1900; anschließend sollen die übrigen Regenten folgen. Teufelshauch beginnt am 25. März 1900. Im Roman nennt Jehuda Ophiel als Hagiths Nachfolger und deutet den Herrschaftswechsel als eine Lücke, durch die das Böse in die Welt gelangen kann. Die Jahreszahl verbindet die überlieferte Geisterlehre mit dem Handlungsjahr.
Darunter beginnt die Beschreibung Arathrons, der dem Saturn zugeordnet ist, mit seinem gezeichneten Zeichen. Ihm werden Verwandlungen, Kenntnisse verborgener Schätze, Alchemie, Heilung, Fruchtbarkeit und langes Leben zugeschrieben. Am Ende folgt ein Gefolge aus Königen, Fürsten und weiteren Geistern. Die große Zeitordnung steht hier unmittelbar neben den Versprechen an den einzelnen Beschwörer.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 5 · Bethor und Phaleg: Aufstieg und Krieg

Bethor gehört zu Jupiter, Phaleg zu Mars. Beide erhalten ein eigenes Zeichen. Bei Bethor stehen gesellschaftlicher Aufstieg, Ehren, Reichtum, Schätze und medizinisches Wissen im Vordergrund. Phaleg erscheint ausdrücklich als Kriegsfürst; sein Abschnitt verbindet Waffen und Krieg mit Arzneien und Heilkräutern. Die Zuständigkeiten sind also nicht sauber voneinander getrennt. Wie ein Verzeichnis von Fähigkeiten bietet die Seite dem Leser verschiedene Gründe, einen Geist anzurufen. Zugeordnete Wochentage und Stunden sollen die Wahl des richtigen Ansprechpartners zeitlich ergänzen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 6 · Och und Hagith: Gold, Gesundheit, Schönheit

Och, der Sonne zugeordnet, verspricht Weisheit, vollkommene Arzneien, die Verwandlung von Metallen in Gold und ein Leben von 600 Jahren. Unter seinem Zeichen folgt Hagith, dessen Bereich mit Schönheit und hilfreichen Diensten verbunden wird; auch hier erscheinen Verwandlung und Gesundheit. Das sind sehr verschiedene Begehren auf engem Raum: reich werden, lange leben, begehrt sein und gute Ratgeber besitzen. Die Zeichen stehen wie persönliche Kennungen über den Beschreibungen. Sie lassen die Wesen als einzeln ansprechbare Mächte erscheinen, statt sie in einem unbestimmten Geisterreich verschwinden zu lassen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 7 · Ophiel und Phul: Künste und Verwandlungen

Nach dem Schluß des Hagith-Abschnitts folgen Ophiel beziehungsweise Mercurius und Phul beziehungsweise Luna. Ophiel wird mit Künsten, verborgenen Kenntnissen, Kräutern und Arzneien verbunden. Phul soll Metalle in Silber verwandeln, Krankheiten heilen und das Leben auf 300 Jahre verlängern. Die Angaben zu Tagen und Mondphasen machen den Himmel zugleich zum Kalender der Unternehmung. Mit dieser Seite endet die Reihe der sieben Einzelporträts. Nun kennt der Leser im Anspruch des Buches die Namen und Fähigkeiten; die folgenden Seiten wenden sich der Vorbereitung und Anrufung zu.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 8 · Die Vorbereitung des Beschwörers

„Wie man die Geister berufen soll“ lautet die Überschrift. Die Vorschriften betreffen innere Sammlung, Kleidung, Reue, Enthaltsamkeit, Gebet und Fasten. Die Person des Lesers muß demnach erst in einen geeigneten Zustand versetzt werden. Das Buch behandelt die Begegnung mit einem Geist als heiliges Unternehmen und übernimmt dafür Formen religiöser Vorbereitung. Für die Vorstellung einer nächtlichen Beschwörung ist diese Seite besonders aufschlußreich: Die erwartete Wirkung hängt nicht allein an einer auswendig gelernten Formel, sondern an einer ganzen, zeitlich geordneten Lebensführung vor dem Versuch.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 9 · Ein Gebet mit austauschbarem Geisternamen

Das Gebet beginnt mit der Anrede des allmächtigen, heiligen Vaters und führt über Jesus Christus zur Bitte um einen Geist. An der Stelle des gewünschten Namens steht Och mit dem Hinweis, daß ein anderer eingesetzt werden könne. Die Formel ist also für mehrere Anwendungsfälle eingerichtet. Der Geist soll unterweisen und Auskunft geben, doch der Beter verlangt zugleich Schutz vor teuflischer Verführung. Auffällig ist der Aufbau: Gott bleibt die übergeordnete Instanz, der einzelne Geist wird zum beauftragten Vermittler von Wissen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 10 · Gottes Wille und die Entlassung des Geistes

Die Bitte endet mit der Unterordnung unter Gottes Willen. Danach erhält der Leser Regeln für das Gespräch: keine unnötige Ausdehnung, keine Vielzahl unbedachter Fragen, sondern Ruhe und eine begrenzte Begegnung. Eine abschließende Entlassung gibt dem Geist seine Freiheit im Namen Gottes zurück. Anrufung und Verabschiedung bilden einen festen Rahmen. Das Buch verspricht Zugang zu mächtigen Wesen, beschäftigt sich aber zugleich mit der Frage, wie dieser Zugang beherrschbar bleiben soll. Hier endet der zusammenhängende Teil, bevor die Sammlung zu kürzeren Einzelstücken wechselt.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 11 · „Worte Mose“: geliehene Autorität

Die Einträge 2 und 3 stellen fremdartige Wortfolgen unter den Namen Moses. Als Beglaubigung dienen biblische Schauplätze und Begegnungen, darunter Sinai. Der Leser soll Worte erhalten, die ursprünglich zwischen Gott und Mose gesprochen worden seien. Die lateinischen Buchstaben lassen sich sehen und abschreiben, während ihre Bedeutung verborgen bleibt. Gerade diese Verbindung aus ehrwürdigem Namen und unverständlichem Wortlaut erzeugt Autorität. Die Zuschreibung an Mose soll ihre Wirksamkeit beglaubigen. Eine Sprachbestimmung allein aus dieser Zuschreibung wäre verfehlt; im Manuskript zählt vor allem die behauptete Herkunft der Worte.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 12 · Vom Wunder des Mose zur persönlichen Anwendung

Die Nummern 4 bis 6 setzen die „Worte Mose“ fort. Eine Formel wird mit der Verwandlung des Stabes in eine Schlange verbunden; andere sollen Beistand und Schutz verschaffen. Aus einer einmaligen biblischen Wundertat wird ein übertragbares sprachliches Mittel. Die Sammlung verkürzt den Weg zwischen heiliger Geschichte und eigenem Gebrauch: Was Mose zugeschrieben wird, soll dem Träger oder Sprecher ebenfalls helfen. Mehrere Wortfolgen, Namen und Anwendungshinweise stehen untereinander, als ließen sich die gewünschten Wirkungen in einzelnen Rezepten festhalten.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 13 · Jägerkunst und der Erfolg des Schusses

Die Nummern 7 bis 10 wechseln ins Jagdleben. Die „große Jäger Kunst“, das Treffen aller Schüsse, die Behinderung fremder Schützen und das „heimliche“ Schießen stehen dicht beisammen. Ein Eintrag fordert Zeichen auf Jungfernpergament. Hier zeigt sich, wie unmittelbar die Sammlung auf Konkurrenz, Können und Erfolg zielt. Der eigene Vorteil und der Nachteil des anderen sind benachbarte Wünsche. Aus der geistlichen Erkenntnislehre der ersten Seiten ist ein Vorrat von Mitteln geworden, mit denen sich ein sehr konkreter Ausgang erzwingen lassen soll.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 14 · Liebe, Zwang und der Übergang zu den Dieben

Die Nummern 23 bis 25 tragen Liebesüberschriften. Die versprochene Wirkung wird jedoch in der Sprache des Müßens formuliert: Eine Person soll dem Anwender folgen. Blut verschiedener Tiere und beschriftetes Pergament gehören zu den vorgesehenen Mitteln. Unmittelbar anschließend beginnen unter den Nummern 44 und 45 die „Künste vor Diebe“. Der Sprung der Zählung gehört zur vorliegenden Auswahl von Scanseiten. Inhaltlich fällt der Übergang leicht: In beiden Gruppen geht es darum, den Willen eines anderen Menschen zu unterwerfen oder ihn zu einer Handlung zu zwingen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 15 · Schadenszauber und Mitternacht

Nach der Fortsetzung des Diebeszaubers folgen die Nummern 46 und 47: Einem Dieb oder einem anderen Menschen soll körperlicher Schaden zugefügt werden; ein weiterer Eintrag handelt vom Lahmen. Die Vorschriften greifen auf Dinge zurück, die als mit einer Person verbunden gelten, sowie auf Material aus dem Bereich der Toten. Die zwölfte Stunde erscheint als besonders geeigneter Zeitpunkt. Die Mitternachtsvorstellung hat also einen konkreten Ort in der Sammlung. Der beschriebene Zweck ist hier Vergeltung: Ein vermeintlicher Täter soll über seinen Körper getroffen werden.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 16 · Der Körper des Diebes als Druckmittel

Die Nummern 48 bis 50 führen den Gedanken der magischen Vergeltung weiter. Verletzung, Blindheit und die erzwungene Rückgabe gestohlenen Eigentums werden mit Buchstaben und Zeichen verbunden. Ein Stellvertreter – ein beschrifteter Gegenstand oder eine Figur – soll den abwesenden Menschen erreichbar machen. Das Buch ersetzt auf diese Weise die Suche nach dem Täter durch eine behauptete Fernwirkung. Bemerkenswert ist der Zweckwechsel innerhalb derselben Gruppe: Manche Einträge zielen auf Bestrafung, andere vor allem darauf, den verlorenen Besitz zurückzuerhalten.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 17 · Ein geliehener Name: Doktor Faust

Auf den Abschluß eines vorangehenden Eintrags folgt Nummer 51 zur Wiedergewinnung gestohlenen Gutes. Nummer 52 kündigt ausdrücklich ein Stück „aus D. Faustens Buche“ an. Der folgende Zauber soll einen Menschen am Fortgehen hindern; dazu gehören Zeichen, die auf der nächsten Seite fortgesetzt werden. Faust fungiert hier als Herkunfts- und Autoritätsname. Die Handschrift nennt weder eine überprüfbare Ausgabe noch einen eindeutig bestimmten Verfasser. Für den Sammler genügt offenbar die Zugehörigkeit zu einem berühmten Wissensvorrat. Gerade solche Zuschreibungen machen den Band als Zusammenstellung verschiedener Überlieferungen erkennbar.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 18 · Vier Zeichen und eine doppelte Nummer 52

Oben stehen die vier Zeichen zum Faust zugeschriebenen Stück, darunter ein neuer Eintrag mit der Nummer 52. Diese Zahl war bereits auf der vorherigen Seite vergeben. Hier liegt eine unmittelbar sichtbare Unregelmäßigkeit der Zählung vor. Der neue Text richtet sich gegen einen Dieb und spricht einen Holunder als „Frau Hollunder“ an; er enthält auch eine Möglichkeit, die angedrohte Wirkung wieder aufzuheben. Sternformen, fremdartige Zeichen und eine angesprochene Pflanze treffen aufeinander. Ein persönliches Sammelbuch mußte offenbar keine einheitliche Sprache oder lückenlose Ordnung besitzen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 19 · Ungeziefer, Krankheit und Rückgabe

Nummer 53 verheißt, einen Dieb mit Läusen und Blattern zu quälen. Nummer 54 behandelt die Rückgabe gestohlenen Eigentums und verbindet einen gezeichneten Kreis mit Worten und Wiederholungen. Die Zeichnung gehört zum Text: Sie markiert einen Handlungsraum und gibt der unsichtbaren Wirkung eine sichtbare Ordnung. Die Kombination zeigt, wie eng Strafphantasie und Eigentumsschutz beieinanderliegen. Wer sich bestohlen sieht, erhält in diesen Texten die Vorstellung, den anderen auch ohne Kenntnis seines Aufenthaltsorts erreichen zu können.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 20 · Der Diebessegen: christliche Worte als Fessel

Nummer 55 beginnt mit Christi Leiden und seinen fünf Wunden. Maria, das Kind und die heilige Geschichte gehen in einen langen Bindespruch über. Der Dieb soll stillstehen und an immer weiter ausgreifende Bedingungen gebunden bleiben. Die Wiederholung macht die Sprache selbst zur Fessel: Derselbe Befehl kehrt in neuen Bildern wieder. „Segen“ bezeichnet hier somit eine Formel, die zum Schutz des Besitzes einen anderen festsetzen soll. Die Seite läßt besonders deutlich erkennen, wie christliche Anrufungen in eine Sprache des Zwangs übergehen können.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 21 · Losgebung und ein zweiter Diebessegen

Auf den Abschluß des langen Bindespruchs folgt ausdrücklich eine „Losgebung“. Wer gebunden wurde, soll wieder in Frieden fortgehen dürfen. Danach beginnt unter Nummer 56 ein weiterer Diebessegen mit Maria, dem Kind und Petrus. Die christlichen Gestalten geben dem Spruch seine erzählerische und religiöse Kraft. Fessel und Lösung gehören im Anspruch des Buches zusammen: Der Anwender beansprucht, über beides zu verfügen. Dabei begegnen hier kleine heilige Erzählungen, die anschließend auf einen gegenwärtigen Gegner übertragen werden.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 22 · Segen, Fieber und ein verrutschtes Wortquadrat

Nummer 155 beruft sich auf die gesungene Messe und das gelesene Evangelium. Nummer 156 richtet sich gegen das „kalte Fieber“ und zeigt eine Fassung des Sator-Quadrats; Nummer 157 bringt eine weitere Wortformel gegen schwere Krankheit. Das bekannte Grundmuster lautet SATOR / AREPO / TENET / OPERA / ROTAS. Im Scan läßt sich die zweite Zeile dagegen als „ARESO“ lesen: Die erwartete Symmetrie ist gestört. Diese Abweichung ist ein guter Ansatzpunkt für die Frage nach Übertragungsfehlern. Sie zeigt zunächst einen Unterschied zur üblichen Form, noch nicht dessen Entstehungsort.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 23 · Herzgespann und Zahnschmerz

Nummer 158 behandelt „Herzgespann“, einen historischen Beschwerdebegriff. Unter Nummer 159 folgt ein Spruch gegen Zahnschmerz; Nummer 160 nennt eine weitere Anwendung auf Katzenhaut. Am unteren Rand stehen zusätzliche Wort- und Buchstabenfolgen. Die Seite verbindet ausgesprochene Worte, Tragen und Einnehmen beschrifteter Dinge. In dieser Vorstellung erreicht das Zeichen den leidenden Körper auf verschiedenen Wegen. Die Grenzen zwischen Gebet, Amulett und vermeintlicher Arznei bleiben durchlässig. Die historischen Krankheitsnamen beschreiben dabei nicht ohne weiteres dieselben Krankheitsbilder wie heutige Diagnosen.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 24 · Taubenblut und das große Zeichen

Eintrag 168 nennt „Turtel Tauben oder Raben Blut“ als Schreibstoff; als Träger erscheinen Gold, Blei und Jungfernpergament. Das große Zeichen verbindet Christus und Jesus, Kreuzformen, „Gloria in Excelsis Deo“, „Alleluiah“, Gottesnamen und das Wort Tetragrammaton. Letzteres bezeichnet den vierbuchstabigen hebräischen Gottesnamen. Schrift, Material, religiöse Anrufung und vorgeschriebener Zeitpunkt sollen gemeinsam die Wirkung gewährleisten.
Jehudas Beschreibung „geschrieben mit Taubenblut auf Schelmenhaut“ gibt dem Band, den Gustav kauft, dieselbe Vorstellung von einer besonderen Wirksamkeit seines Materials mit. Eine weitere Verbindung liegt im Wortlaut der Beschwörung auf Seite 27, den Gustav im Roman aufgreift.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 25 · Ein Zeichen für viele Wünsche

Die Fortsetzung von Nummer 168 schreibt dem Zeichen zahlreiche Wirkungen zu: Gunst bei anderen Menschen, Beistand in Not, Hilfe bei einer Geburt und Verstärkung von Arzneien. Ein einziges Zeichen soll dadurch ganz verschiedene Lebensbereiche erreichen. Danach folgen Nummer 169 gegen Schwindel und Nummer 170 gegen Zahnschmerz. Beim letzten Eintrag spielt ein Holunderbaum eine Rolle; die Behandlung soll den Schmerz an einen anderen Träger binden. Die Seite führt das große, vielteilige Zeichen wieder in die Welt einzelner Beschwerden zurück.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 26 · Die Wünschelrute soll Wahrheit sagen

Nummer 267 behandelt die Bestätigung der Rute für ihren Gebrauch. Ein längerer und ein kürzerer Beschwörungstext sprechen das Instrument direkt an. Es soll verborgene Dinge und von Menschen vergrabene oder eingemauerte Schätze anzeigen: Gold, Silber, Edelsteine und Perlen. Wiederholt wird Wahrhaftigkeit verlangt. Die Rute wird damit wie ein befragbares Gegenüber behandelt, das auch täuschen könnte. Der Beschwörer beruft sich auf Gott, um eine verläßliche Antwort zu erzwingen. Die erhoffte Bereicherung erhält so einen religiös abgesicherten Zugang.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 27 · Gustavs Beschwörung und die Wünschelrute

In der Mitte der Seite steht eine „kürzere Beschwörung“ der Wünschelrute. Im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit soll sie den Suchenden zu verborgenen Schätzen führen: „Gold oder Silber, Perlen und Edelgesteine“. Es folgt der Befehl, nicht zu täuschen und den rechten Ort zu zeigen.
Im Kapitel „Geisterbeschwörung“ wird daraus Gustavs Anrufung Astaroths. Der Wortlaut kehrt mit kleinen Änderungen wieder: „daß du mich führest zu allen deinen Schätzen auf und unter der Erden. Es sei Gold oder Silber, Perlen und Edelgestein. Trüg und lüg nicht, sondern zeige mir den rechten Ort, das beschwör ich kräftiglich, Amen!“ An die Stelle des Platzhalters für den Namen des Beschwörers tritt „Ich, Gustav Zille“; aus der angesprochenen „Ruthe“ wird der Dämon, von dem Gustav Reichtum erhofft.
Unter der Überschrift „Anfang zum Suchen“ folgen Anweisungen für die Bewegung im Gelände: Himmelsrichtungen und Ausschläge der Rute sollen den Ort des Schatzes anzeigen. In diesem Gebrauchszusammenhang steht die Formel der Handschrift; der Roman übernimmt sie für eine Geisteranrufung.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 28 · Talisman, Festtage und Luzifer

Unter „Ein Talisman Siegel“ sind zwei Zeichnungen zu sehen, deren kreisförmige Felder jeweils durch den Namen Jesus Christus verbunden werden. Es folgen Buchstaben für die Rute und Zeitangaben im Umfeld von Ostern, Himmelfahrt, Simon und Juda sowie Weihnachten. Am Seitenende richtet sich die Rede an Luzifer als den bösen Geist beim Schatz. Der christliche Name im Siegel und der teuflische Schatzhüter gehören hier zu demselben Unternehmen. Das verleiht der Suche ihre Spannung: Der Zugang zum Reichtum setzt die Begegnung mit einer Macht voraus, gegen die man sich zugleich schützen will.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 29 · Schatzzeiten und die angeblich verhexte Kuh

Die Schatzsuche wird mit einer christlichen Schutzformel sowie Angaben zu Mondstand und günstigen Tagen abgeschlossen. Nummer 269 wechselt anschließend zu einer Kuh, deren Zustand auf Hexerei zurückgeführt wird. Die vermeintliche Urheberin soll gezwungen werden, selbst zu erscheinen. Wieder ist Krankheit in eine soziale Beziehung übersetzt: Hinter dem Schaden wird ein handelnder Mensch vermutet. Der Eintrag verrät damit neben dem Wunsch nach Abhilfe auch eine Struktur des Verdachts. Die Sammlung stellt Mittel bereit, mit denen sich ein solcher Verdacht scheinbar bestätigen lassen soll.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 30 · Apothekerzeichen, Wildlockung und schwindende Buchstaben

Nummer 344 beginnt mit einer knappen Rezeptnotiz gegen Krätze in medizinisch-pharmazeutischer Schreibweise. Nummer 345 behandelt die Anlockung von Wild und nennt Duftstoffe und Mengen. Nummer 346 kehrt zum „kalten Fieber“ zurück: Eine Wortfolge wird Zeile um Zeile verkürzt. Die Seite wechselt vom abgekürzten Arzneirezept über eine Lockmischung zur Schriftfigur. Im schrumpfenden Wort erhält das gewünschte Verschwinden der Krankheit eine sichtbare Gestalt. Diese verschiedenen Formen stehen ohne theoretische Vermittlung nebeneinander – gesammelt wird, was eine nützliche Wirkung verspricht.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 31 · Wachsende Buchstaben und ein Zeichen gegen die Rose

Nummer 347 zeigt eine stufenweise anwachsende Buchstabenfigur, ergänzt um Kreuze, weitere Zeichen und den vorgesehenen Namen des Patienten. Der Aufbau erinnert an die Familie der Abrakadabra-Formeln, doch die Zeichenfolge dieses Blattes wird dadurch nicht automatisch zu deren geläufiger Schreibweise. Entscheidend ist ihre graphische Entfaltung. Nummer 348 nennt die „Rose“, eine historische Bezeichnung für eine entzündliche Hauterkrankung, und ordnet dazu ein rundes Zeichen an. Die Personalisierung durch den Patientennamen soll die allgemeine Formel mit einem bestimmten leidenden Körper verbinden.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 32 · Arzneien und das Sator-Quadrat gegen Hundsbiß

Die Nummern 359 bis 361 enthalten Mittel gegen den „weißen Fluß“, gegen Lähmung und eine weitere Tropfenrezeptur. Unter Nummer 362 folgt der „tolle Hundsbiß“. Hier erscheint erneut eine Fassung des Sator-Quadrats, verbunden mit der Vorstellung, die beschriftete Nahrung könne Heilung vermitteln. Auch diese Fassung weicht sichtbar vom symmetrischen Grundmuster ab. Dieselbe Schriftfigur wird somit gegen unterschiedliche Leiden eingesetzt. Ein historisches Parallelzeugnis für die Verwendung der Sator-Worte auf Brot bei Tollwut beschreibt die Berliner Papyrussammlung.
Scan in voller Größe öffnen ↗Seite 33 · Gichtsegen, Hausmittel und Brusttee

Nummer 425 verbindet ein getragenes Schriftstück mit einem Spruch gegen Gicht; die Krankheit soll aus dem Körper fortgeleitet werden. Nummer 426 behandelt das Austreten des Mastdarms und schließt mit „Probatum“, der Behauptung, das Mittel sei erprobt. Nummer 427 führt zu einem Tee gegen Verschleimung der Brust, Nummer 428 beginnt ein Laugenrezept. Gerade der Brusttee und die Lauge sind aufschlußreich: Das Sammeln hört an der Grenze des auffällig Magischen nicht auf. Heilsegen, körperliche Beschwerden und praktische Haushaltskenntnisse werden im selben Buch aufgehoben.
Scan in voller Größe öffnen ↗Quellen und weiterführende Literatur
- Das (Buch) der Geheimniße. Anonyme Handschrift, 1843. Privatbesitz Sven Lachhein. Vom Autor bereitgestellter Auszug: Adobe Scan 02.11.2026.pdf. Der kommentierte Blätterteil zeigt alle 33 Manuskriptaufnahmen in der Abfolge der Texte. Die Seitenzahlen der Erläuterungen zählen die Scanseiten, nicht die Blätter des vollständigen Manuskripts.
- Harteveld Rare Books Ltd., Fribourg: Beschreibung der Handschrift, Referenz 88288, undatiert. Derselbe Band ist nachgewiesen in Manuscripts, Graphics & Book Art, Katalog 217, Nr. 390, gedruckte S. 73–74. Die Angaben zu Datierung, vollständigem Umfang, Einband und Schreiberhänden stammen aus dieser Beschreibung.
- Claviculae Salomonis et Theosophia pneumatica. Frankfurt: Andreas Luppius, 1686. Bibliographischer Nachweis und Digitalisat der PAN Biblioteka Kórnicka, Signatur 11801, Wielkopolska Biblioteka Cyfrowa. Zur weiteren Einordnung: Der Schlüssel Salomons und Arbatel und die sieben Planetengeister.
- Kierán Meinhardt: Die Heimkehr des Sämanns: Ägyptisches Amulett, Berliner Papyrusdatenbank, Staatliche Museen zu Berlin, 1. Dezember 2022. Herangezogen für das Grundmuster des Sator-Quadrats und den historischen Gebrauch der Formel bei Tollwut. Die Beobachtungen zu den abweichenden Schreibungen beziehen sich auf die hier gezeigten Scans.
Die Erläuterungen beschreiben den jeweiligen Textinhalt und seine historischen Vorstellungen. Einzelne Schreibungen werden bei den ausdrücklich bezeichneten Lesungen beibehalten; die Begleittexte sind keine vollständige Transkription.
Bildnachweise
Alle 33 Abbildungen stammen aus dem vom Autor bereitgestellten Adobe Scan 02.11.2026.pdf: Das (Buch) der Geheimniße, anonyme Handschrift, 1843, Privatbesitz Sven Lachhein; historische Vorlage gemeinfrei. Die Reproduktionen wurden vom Autor für diesen Beitrag bereitgestellt.
Die Scanseiten wurden vollständig übernommen und für die Webdarstellung in WebP umgewandelt, ohne Retusche oder Ergänzung. Jede Abbildung ist über den Blätterteil einzeln in voller Größe zugänglich.
- PDF-Seite 1: Planeten, Engel und Salomons Name. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 2: Sieben Geheimnisse und eine Warnung. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 3: Sieben Regenten und 490 Jahre. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 4: Das Jahr 1900 und der Romanbeginn. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 5: Bethor und Phaleg: Aufstieg und Krieg. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 6: Och und Hagith: Gold, Gesundheit, Schönheit. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 7: Ophiel und Phul: Künste und Verwandlungen. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 8: Die Vorbereitung des Beschwörers. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 9: Ein Gebet mit austauschbarem Geisternamen. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 10: Gottes Wille und die Entlassung des Geistes. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 11: „Worte Mose“: geliehene Autorität. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 12: Vom Wunder des Mose zur persönlichen Anwendung. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 13: Jägerkunst und der Erfolg des Schusses. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 14: Liebe, Zwang und der Übergang zu den Dieben. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 15: Schadenszauber und Mitternacht. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 16: Der Körper des Diebes als Druckmittel. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 17: Ein geliehener Name: Doktor Faust. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 18: Vier Zeichen und eine doppelte Nummer 52. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 19: Ungeziefer, Krankheit und Rückgabe. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 20: Der Diebessegen: christliche Worte als Fessel. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 21: Losgebung und ein zweiter Diebessegen. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 22: Segen, Fieber und ein verrutschtes Wortquadrat. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 23: Herzgespann und Zahnschmerz. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 24: Taubenblut und das große Zeichen. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 25: Ein Zeichen für viele Wünsche. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 26: Die Wünschelrute soll Wahrheit sagen. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 27: Gustavs Beschwörung und die Wünschelrute. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 28: Talisman, Festtage und Luzifer. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 29: Schatzzeiten und die angeblich verhexte Kuh. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 30: Apothekerzeichen, Wildlockung und schwindende Buchstaben. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 31: Wachsende Buchstaben und ein Zeichen gegen die Rose. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 32: Arzneien und das Sator-Quadrat gegen Hundsbiß. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
- PDF-Seite 33: Gichtsegen, Hausmittel und Brusttee. Unbekannte Schreiber; 1843. Privatbesitz Sven Lachhein; Scanvorlage vom Autor bereitgestellt. Abbildung.
Ergänzende Beschreibung des Bandes: Quellenverzeichnis, Nr. 2. Abgleich von Scanseiten, Roman und digitalen Quellen: 2. November 2026.